Internationale Erfahrungen zwischen Dänemark und Deutschland, in den Ländern von Smørrebrød und Currywurst
Im Rahmen des Erasmus-Programms erhielt ich dieses Jahr die tolle Möglichkeit als Berufskraftfahrer in Ausbildung an unserer Schule und bei der REWE Dortmund internationale Berufserfahrungen bei Transportunternehmen in Dänemark zu sammeln. Der Austausch bot mir nicht nur fachliche Einblicke in unterschiedliche Arbeitsweisen der Logistikbranche, sondern förderte auch den kulturellen Austausch und meine persönliche Weiterentwicklung.
Während meines zweiwöchigen Aufenthalts in Dänemark arbeitete ich bei zwei verschiedenen dänischen Speditionen mit - ØSG und K.V. Markussen - und begleitete die dortigen Fahrer auf ihren täglichen Touren. Dabei lernte ich unter anderem den Umgang mit Curtainsider-Aufliegern, ADR-Transporten, Ladungssicherung mit Spanngurten sowie die Besonderheiten besonders langer Fahrzeugkombinationen (25,25 Meter!) kennen. Außerdem erhielt ich Einblicke in die dänische Arbeitskultur und die Organisation von Speditionsabläufen und vor allem, einen inspirierenden Einblick in die dänische Kultur und Kulinarik (Smørrebrød ;)) und Denkweise.
Für jemanden, dessen Kindheit geprägt davon war, Spielzeug von Lego zu besitzen, war z.B. das Ausliefern von Gütern an den Lego-Hauptsitz in Billund eines der Absoluten Highlights während meines Austauschs, um nur eine der spannenden Arbeitssituationen hervorzuheben.
Im Gegenzug kamen zwei dänische Austauschschüler nach Dortmund: Kenneth von Arla aus Taulow sowie Christian von der Spedition Markus Petersen aus Billund. Beide absolvierten zunächst eine Woche bei der EDG und anschließend eine weitere Woche bei der REWE Dortmund. Begrüßt wurden sie von Herrn Martin Grave vom Berufskolleg Freiherr-vom-Stein in Werne, dem Ausbilder René Kienitz von der REWE Dortmund, einem Kollegen der EDG sowie von mir.
Nach einem initialen gemeinsamen Abendessen nach ihrer Ankunft in Dortmund zeigten wir den Gästen erste Eindrücke der Dortmunder Innenstadt und lokaler Sehenswürdigkeiten. In den darauffolgenden Tagen begleiteten die beiden Austauschschüler gemeinsam mit meinem Kollegen Lorik Parduzi und mir verschiedene Touren durch Nordrhein-Westfalen. Dabei erhielten sie umfassende Einblicke in den Arbeitsalltag deutscher Berufskraftfahrer, das Lagersystem der REWE Dortmund sowie die besonderen fahrtechnischen Anforderungen des Lebensmitteltransports mit geschlossenen Kofferaufbauten.
Der Austausch erwies sich für alle Beteiligten als äußerst wertvoll. Neben dem Erwerb neuer fachlicher Kenntnisse stand insbesondere das gegenseitige Verständnis verschiedener Arbeitsweisen und Kulturen im Mittelpunkt. Der direkte Austausch ermöglichte es uns, unseren beruflichen Horizont zu erweitern und internationale Kontakte zu knüpfen.
Abschließend kann ich festhalten, dass das Erasmus-Programm nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Menschen verbindet. Die Begegnungen und gemeinsamen Erfahrungen hinterließen bei allen Beteiligten ein Gefühl der Bereicherung und länderübergreifenden Verbundenheit und ich kann diese Erfahrung wirklich allen ans Herz legen, die neugierig sind, einmal über den eigenen beruflichen und kulturellen Tellerrand zu schauen, denn aus seiner eigenen Komfortzone herauszutreten, bringt ein unfassbares persönliches Wachstum und einen erweiterten Horizont mit sich.
